[Teil II ] Was kosten zwei Wochen arbeiten?
3. Mai 2018
Die Seuche || Neuseeland #033
12. Mai 2018

Anton ist zu faul seinen eigenen Blog zu schreiben … in seinen Worten ist das hier Arbeitsteilung … wenn ihr mich fragt werde ich hier eher grade genötigt meine Schreibblockade (die ich auf meinem eigenen Blog seit 2 Monaten wunderbar auslebe) zu überwinden…

02.05.

Die Jungs brauchen seit ein paar Tagen neuen WOF (Neuseeländischer TÜV). Da die Dullis sich ein Auto angelacht haben, welches vor 2000 gebaut wurde, müssen sie das auch noch alle halbe Jahr machen. Würde mir ja stinken 😛 Auf jedenfall steht das heute auf dem Plan. Das Auto wird bei der Werkstatt abgegeben und die Wartezeit wird standartmäßig bei Magges überbrückt. 2 Stunden später hat das Auto neuen WOF und wir fahren gerade wieder los (Anton und Till vorraus, ich in meinem eigenen kleinen Autochen hinterher), da stehen wir auch schon wieder. Der Motor der Jungs gibt noch ein paar Würgegeräusche von sich, aber anspringen tut er unter keinen Umständen mehr. Ein Anruf beim AA und eine kleine Abschlepprunde später stehen wir wieder bei der Werkstatt auf der Matte – keine 20 Minuten nach unserem letzten Besuch! Da der Werkstattleiter aber wirklich knorke ist, schiebt er uns kurzerhand dazwischen, fixt das Problem beinahe in Lichtgeschwindigkeit und möchte dann noch nicht einmal Geld von uns! Da unser aller Mutterstube sehr gut war, geht es vor dem weiterfahren also noch kurz in den nächsten Supermarkt um ein bisschen Schokolade als Dankeschön zu kaufen. Falls ihr jemals in Gore liegenbleiben solltet oder eine gute Werkstatt braucht, können wir euch die Jungs vom Gore Automotive Services nur wärmstens empfehlen! Weiter gehts nun also im jetzt wirklich heilen Auto. Auf in die Catlins, wo wir die Nacht auf einem sehr schönen freien Campingplatz direkt am Meer verbrigen.

03.05.

Nach dem ganzen Autoquatsch von gestern wollen wir heute wirklich mal was von der Gegend sehen. Anton plant die Route, die uns zu einem Wasserfall nach dem anderen führt. Glücklicherweise schaffen wir es alle drei sämtliche Wege mit trockenen Füßen zurück zu legen, so langsam wird es nämlich schwierig nasse Schuhe noch draußen trocknen zu lassen… Die Gefahr, dass diese über Nacht gefrieren, ist einfach zu hoch. Abends auf dem Campingplatz haben wir aber noch großes vor; Till hat genug von seinem Lockenkopf und gestattet mir erst mit der Küchenschere und dann mit Anton’s Elektrorasierer das Chaos auf seinem Schädel zu beseitigen. Ich glaube nicht das ich in diesem Leben noch einmal Friseurin werde… aber spaßig war es schon. Falls jemand bedarf hat könnt ihr euch also gerne bei mir melden 😉

04.05.

Heute müssen wir früh hoch… sehr früh… für meinen Geschmack wirklich zu früh! Aber na gut – heulen nützt bei den beiden ja sowieso nix, also quälen wir uns alle um 5.30 Uhr aus den Federn, um zum Nugget Point zu fahren und uns den Sonnenaufgang anzusehen. Ein paar weniger Wolken wären schon nicht schlecht gewesen, aber insgesamt lohnt es sich am Ende dann doch.

Motiviert geht es weiter nach Dunedin wo wir als aller erstes die Speights Bier Brauerei ansteuern. Nicht etwa zum Bier kaufen (das passt garde eh nicht ins Buddget) aber Anton braucht eine neue Weste! Natürlich mit Bierlogo. Und da sagt man immer Frauen brauchen ewig beim Shoppen…..

Viel mehr tun wir dann aber auch nicht mehr. Eine kurze Dusche und einen langen besuch bei Megges später, sitzen wir abends auch wieder auf einem Campingplatz kurz unter Dunedin und ich werde von den Jungs mal wieder gnadenlos beim Kartenspielen abgezogen… Langsam glaube ich, dass die schummeln (oder ich bin einfach sehr sehr schlecht in diesem Spiel)

 

05.05.

Da wir gestern mehr vom Megges also von Dunedin an sich gesehen haben, gucken wir uns heute mal wirklich die Stadt an. Zu Fuß rennen wir einmal quer durch, schauen uns die Art Galery an und fahren später noch zum Signal Hill, von dem wir einen Atemberaubenden Blick über die Stadt haben. Zwar meinten wir gestern noch, dass Bier nicht mehr ins Buddget passt, aber da wir einen neuen Job haben, der Montag anfängt, scheißen wir da jetzt mal gepflegt drauf und kaufen uns gleich die 24er Box. Acht Bier pro Nase später haben wir zwei sehr lustige Kartenspielrunden hinter uns und ich rede noch mehr Stuss als sonst schon. Am Ende setzen wir uns alle ans Meer, trinken unsere letzten Biere noch aus und haben einfach eine lustige Zeit.

06.05.

Nach gestern bleiben wir heute alle relativ lange in den Federn liegen. um 9:30 reicht es dann aber doch, da wir heute zum Farmersmarket nach Oamaru wollen.
Dort angekommen gibt es erst einmal ein deftiges Frühstück und endlich können wir mal wieder gutes Brot kaufen. Dem Himmel sei Dank! Beim anschließenden Spaziergang durch das Städtchen besorgen wir uns ein paar Infos über Dinge, die wir hier und in der Umgebung in nächster Zeit so machen können und begeben uns schließlich wieder auf die Jagt nach WLAN und Steckdosen. Megges enttäuscht uns diesemal leider sehr. Keine einzige Steckdose ist in sicht… Einziehen werden wir hier in den nächsten Wochen also wohl weniger. Auch KFC enttäuscht uns schwer und einen Burgerking gibt es in diesem Dorf nicht einmal! Letzter Ausweg Subway. Und endlich haben wir Glück. Freies, gut funktionierendes WLAN und Steckdose. Anton’s Augen leuchten! Zuhause gefunden.

Morgen geht dann also unser neuer Job los. Davon kommt dann aber mehr im nächsten Blog, den Anton wieder schön alleine schreiben darf! So viel sei allerdings verraten: Es handelt sich um einen sehr gut bezahlten SCHEIß Job! Mal schauen wie lange wir das so überleben… 🙂

 

Auch wenn Jule seit über 2 Monaten nichts mehr gepostet hat – schaut mal auf ihrem Blog vorbei: http://seeneuland.blogspot.co.nz/
*Anton

Julie Peuten
Julie Peuten
hat eigentlich ihren eigenen Neuseeland Blog. Wenn Anton sie nicht gerade zwingt, Blogs für ihn zu schreiben damit er sich am Strand sonnen kann, bringt sie frei nach Schnauze ihre eigenen Blogs raus. Auf ihrem eigenen Blog.

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