Wasserrafting
14. Februar 2018
Ankunft am neuseeländischen Flughafen
21. Februar 2018

12.02.

Böse Zungen würden behaupten, wir gehen nur zu McDonalds, um unsere Geräte mit Strom zu versorgen und um das Wlan langsamer machen zu dürfen.

Ich sage dir aber heute: Falsch! Eigentlich gehen wir nur deswegen zu Megges, um der tollen Playlist zu lauschen. Tipp: Auf dem Klo ist sie besonders laut. Kannste dir die Konzertkarten sparen. Gibt uns tolle Ideen für neue Lieder. Inzwischen haben wir die Musik unserer beiden Handys, die unterschiedlicher nicht sein könnten (also die Musik 😉 ) komplett durchgehört,  sodass uns jeder Song zum Hals raus hängt.

Und wir haben weit über 2000 Songs…

2000 x ca. 3 Minuten = 6000 Minuten Musik. Das ganze jetzt mal 5, weil wir jeden Song schon mindestens in- und auswendig kennen und wir haben 30.000 Minuten Musik. Oder 500 Stunden.

Ein Tag hat 24 Stunden, 500 Mal-Minus-Geteilt: 20,8 Tage nur Musik gehört. In 3 Monaten. Kann man machen.

13.02.

Mir wurde gesagt ich würde zu viel jammern. Okay. Gut. Also:

Kennst du dieses zuwerfen im Sport mit den Gymnastikbällen? Ja? Manche machen das aus Spaß – wir bekommen Geld dafür. Nur dass wir das mit Kürbissen machen. Josh, der Chef, Steve, ein Angestellter sowie Till und ich stehen dann in einer Reihe auf dem Feld zwischen den Kürbishügeln und schmeißen uns diese zu. Einer steht dann auf dem Truck und verlädt diese. Unter uns; ist der entspannteste Job 😉  Und weil Josh mich anscheinend schon zu gut kennt, will er mir jetzt das Truck fahren beibringen: “You have to learn driving the truck!” Hehe – aber nur wenn du das uuuuuunbedingt willst…

Ansonsten ballert die Sonne ziemlich rein und es ist bisher der dreckigste – Halt! Darf ja nicht mehr jammern 😉

Darf ich aber wenigstens sagen, dass ich zu inkompetent bin, eine Gartenschere zu bedienen? Hab mit dieser am Rand vom Maisfeld etwas … experimentiert … bin abgerutscht, habe mir voll in den Finger gestochen und das halbe Feld rot gefärbt. Steve fand das total lustig. Ich auch. Er hat gelacht. Ich nicht.

14.02.

Wir lieben den Job! Durfte heute direkt schon den Pick-up sowie den Firmentruck alleine fahren. Erst haben Till & Ich noch ein paar Kürbisse abgeschnitten, bevor es für uns mit dem Truck zu den Feldern ging um diese einzusammeln.

Später haben wir noch den Rasen gemäht und Erdbeeren für das selbstgemachte Eis vorbereitet. Der Job ist so verdammt vielfältig, der Betrieb so familiär und klein dass wir hier gar nicht mehr weg möchten.

15.02.

Durch die letzten Videos kam immer wieder die Rückmeldung, dass ich “voll die krassen Stirnfalten” hätte. Alter. Ey. Das ist ein Sixpack vom Denken…!

Heute ist auch ein besonderer Tag! Nämlich der erste, an dem ich es geschafft habe, mir keinen Arbeitsunfall zuzuziehen. Kein halb abgetrennter Finger, kein brutaler Sonnenbrand und auch kein Bluterguss unter dem Fingernagel weil ich zu inkompetent bin, einen Kürbis zu fangen.

16.02.

Seit Tagen bekommen wir immer wieder negatives Feedback zu unserer Arbeitsweise. Wir machen zu wenig Pausen und arbeiten zu schnell…

“You need to have more smokooooos”
– unser Chef, wenn er nach ein paar Stunden zu uns kommt.

Smoko, ist unter anderem ein cooles Wort für Raucherpause. Wir brauchen aber einfach nicht jede Stunde eine Pause. Und auch mein Argument, dass ich Nichtraucher bin, zieht leider nicht. Also werden wir jetzt zu Raucherpausen gezwungen. Diiie aber bezahlt werden 😉

17.02.

Wir ernten jetzt übrigens auch Mais. Und haben den ersten richtigen Anschiss bekommen: Wir seien zu langsam. Gut, haben wir uns also beeilt und einen gleich großen Abschnitt statt in einer Stunden in 10 Minuten geschafft. Okay – wir waren echt langsam!
Durften uns aber trotzdem noch Mais für unser Abendessen mitnehmen. Frischer geht’s nicht 🙂

Auch wenn man es uns nicht zwingend ansieht – wir haben Spaß beim Auto fahren und genießen jetzt unser freies Wochenende!

Könnte man meinen wir haben das ohne Übung einfach so aus dem Ärmel geschüttelt?

Ja.

Haben wir dafür mehrere Tage und unzählige Videos gebraucht?

Vielleicht.

Wenn wir für den nächsten Blog ein Video aus den Outtakes schneiden sollen, lass es uns in den Kommentaren wissen 🙂

Anton Neubert
Anton Neubert
wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

8 Kommentare

  1. Marianne sagt:

    Das Rafting hat Euch wohl riesig Spaß gemacht. Ich hätte zu viel Angst.
    Die blauen Kürbisse würde ich gerne mal sehen, am besten im Flug.
    Weiter viel Spaß Euch Beiden.

  2. Klaus sagt:

    Das Video ist wirklich sensationell😂😂😂😂

  3. Jule sagt:

    Ok…Punkt 1… mimimi wir haben zu viele Pausen, mimimi. Anton fang an es zu genießen…andere Menschen müssen wirklich arbeiten! 😋 kommen wir aber zum weitaus wichtigeren Punkt 2: ihr beide seid die genialsten lip singer die ich bis jetzt gesehen habe und wenn ich dann man meine Musiker Karriere starte möchte ich euch für die Videos dabei haben! Sowohl im Video als auch als Produzenten 😂 p.s wenn wir uns auf der Südinsel Wiedersehen bestehe ich drauf so ein Video mit euch zu machen…vielleicht ja sogar mit live Musik 🤘💙😊

    • Höre ich da ein leises mimimimi von dir…? 😉

      Du möchtest deine Karriere nicht starten; du wirst sie starten! Und das kostenfreie Musikvideo haben wir dir schließlich schon versprochen 🙂 Auja, das ist eine geniale Idee! Dann komm mal schleunigst runter!! 😀

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