Was erwarten wir? || Neuseeland #001
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Ein Schwimmbad. Das wurde uns durch unsere Recherche versprochen. Gefunden haben wir ein völlig demoliertes Gebäude im DDR Charakter. Hinter jungen Bäumen liegt einsam und verlassen die Schwimmhalle.  In sie zu kommen ist easy. Auto auf der anderen Straßenseite parken, Kamera auspacken und durch die große Eingangstür ins Gebäude gehen.

Ein verregneter Sommersonntag. Der perfekte Tag um ein paar Bahnen im warmen Wasser ziehen zu können. So zumindest der Plan. Dann haben wir im Internet die verlassene Schwimmhalle gefunden und uns direkt aufgemacht, waren wir doch sowieso gerade zufällig in der Stadt.

Die Schwimmhalle liegt inmitten eines Wohngebiets. Umgeben von Villen ragt das Gebäude zwischen jungen Bäumen hervor. Alle Fenster waren zerborsten, der einfachste Einstieg ins Gebäude war jedoch der Reguläre durch die Eingangstür. Von dieser war lediglich noch der Rahmen vorhanden. Uns erwartete ein Bild des Grauens: Glas lag zersplittert überall auf dem Boden rum, Grafitty so weit das Auge reichte und eine Spur der Verwüstung zog sich vor unseren Augen durch das Gebäude. Einmal mehr unsere Sicherheitsstiefel gelobt. Dann schnell rein ins Gebäude.

Über die Geschichte dieser Schwimmhalle lassen sich leider wenig vertrauenswürdige Informationen beschaffen. Berichten zufolge wurde das Bad 1996 zum ersten Mal geschlossen und ein paar Jahre später, 2001, von einem Bäderbetrieb gekauft und neu eröffnet. Ein Jahr später soll dann aber schon wieder Schluss gewesen sein. Zu den Gründen dazu lässt sich leider nur spekulieren.

Groß ist das Schwimmbad nicht gewesen. Es gab ein großes Schwimmerbecken mit einer Wassertiefe von 1,80 Metern sowie ein kleines Nichtschwimmerbecken. Im angrenzenden Raum waren früher einmal die Umkleiden gewesen. Spinde waren inmitten der Umkleiden in einem Viereck angeordnet. Angrenzende Dusch- und Toilettenräume stanken leider erheblich nach Fäkalien. Da es dort so dunkel war, beschlossen wir diese kleinen Räume zu meiden.

In der hintersten Ecke des recht kleinen Gebäudes fanden wir dann eine Treppe in den Keller. Teilweise fehlte schon das Geländer sowie auch die letzten Treppenstufen. Ein dunkler Keller in welchem das Wasser schon auf dem Boden stand und offene Kabel überall aus den Wänden ragten. Obwohl Keller grundsätzlich immer recht interessant sind, vor allem da sich hier eine Sauna befinden soll, entschlossen wir uns heute keinen Stromschlag zu kassieren und die Mixtur des Wassers nicht näher zu untersuchen.

Viel mehr interessantes gab es hier dann auch nicht mehr zu entdecken. Hatten wir doch schon direkt zu Anfang festgestellt, eine Location gefunden zu haben, die sich ab Freitag Abends in eine Partystätte für Jugendliche verwandelt, waren doch leere Bier- und Sprydosen noch das harmloseste was wir fanden.

Ich habe euch hier wieder einige wenige Bilder mitgebracht. Till hat euch ein cooles Video mitgebracht, schaut es euch auch gerne an. Wir freuen uns sehr über dein Kommentar zum Blog! 🙂

 


Anton Neubert
Anton Neubert

wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

4 Kommentare

  1. Kadicha sagt:

    Lieber Anton,

    du hast wieder einmal ein interessantes “verlorenes” Gebäude mit tollen Fotos aus seinem Versteck geholt und für alle sichtbar gemacht. Ich freue mich auf mehr.
    Ich wünsche dir viel Inspiration bei deinen Projekten in Neuseeland.

    Schöne Grüße
    Kadicha

  2. Merlin sagt:

    Das sind mal wieder tolle Fotos geworden! 👍🏻

  3. Laura sagt:

    Sehr interessant, ich war auch mal da gewesen. Habe mich aber auch nicht in den Keller getraut. Ich hatte irgendeinen Schrei gehört und dann lieber die Beine in die Hand genommen 😀
    Aber mach weiter so! Klasse Fotos und ein tolles Video!

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