Lost Place – Institut für Anatomie
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Über mich
31. Juli 2017

Der typische Lost Place. In keinen Geschichtsbüchern verzeichnet, im ganzen Internet findet man nichts dazu. So sollte es sein – im Urlaub zufällig entdeckt.

 

Tja, da hat man eigentlich Urlaub, und kann trotzdem nicht aufhören zu „arbeiten“. Eigentlich hatte ich geplant einen Tannenbaum im Wald zu fällen. Dieser wurde zwar auch gefällt, das sollte trotzdem aber nicht das Highlight an diesem Abend bleiben. Denn auf dem Rückweg fiel mir dann dieser Lost Place zufällig auf. Ein paar Tage später zwischen den Jahren konnte ich es mir dann nicht nehmen lassen, dort noch einmal vorbei zu schauen.

Ideale Voraussetzungen: Ein „Einhundert-Seelen-Dorf“, die Oma noch hinter dem Fenster, und ich mit dem Auto inklusive auswertigem Kennzeichen durch den Ort geschlichen – nur noch ein Blaulicht auf dem Dach hätte mehr Aufmerksamkeit erregt. Und da ich im Urlaub war, das Gehirn sich schon im       Standby-Modus befand, hatte ich auch absolut kein Problem damit, direkt am Ortsrand auf dem Feldweg, unmittelbar vor der Zufahrt zu parken. Idealer ging es nicht mehr – die Häuserreihen nur wenige Schritte hinter mir, alle mit großen Fenstern auf mich gerichtet. Davon ließ ich mich natürlich nicht abschrecken, und betrat das Gelände. Kaum eine Spur von Vandalismus, hier holt sich die Natur das Gelände regelrecht wieder zurück. Offensichtlich wurden hier früher Pflanzen gezüchtet – man kann drei Gewächshäuser, ein kleines Haupthaus, welches wahrscheinlich als Büro gedient hat, eine Lagerhalle, sowie diverse Grundrisse ehemaliger Bauwerke erkennen.

Meine Bilder waren geschossen, also Zeit für meine Rückfahrt. So dachte ich zumindenst. Während ich an meinem Auto gemütlich mein Equipment abgebaut habe, vernahm ich plötzlich Schritte auf dem Kiesweg hinter mir.

Ehe ich einen klaren Gedanken fassen konnte, wurde ich schon mit den Worten „Sind Sie der Makler?“ angesprochen. Aha! Das konnte hier noch recht interessant werden… Aus meinem Gespräch mit dem Anwohner erfuhr ich dann, dass das Gelände früher tatsächlich – wie unschwer zu erkennen war – als Gewächsplantage gedient hat. Nach dem Bankrott des Unternehmens wurden hier dann wohl Fahrräder verkauft. Eine Aussage, die angesichts der Gegebenheiten zwar als wenig glaubwürdig erschien, mir aber aufgrund der fehlenden Zeit des Anwohners keinen Spielraum für weitere Fragen offenließ.

Nachfolgend findet ihr wieder meine Bilder, die ich euch mitgebracht habe. Vergesst nicht ein Kommentar da zulassen; freut mich sehr – hilft mir sehr! 😉

Anton Neubert
Anton Neubert

wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

1 Kommentar

  1. Ursula sagt:

    ich find es so toll wie du schreibst, man braucht kaum noch die Bilder anzusehen, denn man weiß worüber du sprichst.
    Das dort Fahrräder verkauft wurden, glaube ich auch nicht.
    Vielleicht hätte es jemandem geholfen Bio Gemüse zu züchten. Aber nein, lieber lässt man es vergammeln und wartet auf den Makler der das Grundstück verkaufen wird.

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