Endlich da! || Neuseeland #003
6. November 2017
Working-Holiday Visum beantragen
15. November 2017

06.11.

Tja…der Abend sollte noch nicht zu Ende sein… Wir standen wieder auf unserem Platz nahe der Farm in unserer Sackgasse, als eine Polizeistreife neben uns hielt, ausstieg und uns kontrollierte. Er wollte ein wenig mit uns reden, unsere Führerscheine sehen und sicherstellen, dass wir Guys keine Drogen konsumierten. Schlussendlich gab er uns noch Tipps, wo wir gute Drogen kaufen könnten. Das hätten wir allerdings nicht von einem Polizisten gehört 😉 Cooler Typ – auch wenn wir vom „Brokkoli“ lieber keinen Gebrauch machen möchten!

Später kam dann noch mehr Polizei – das Live Video von Facebook kannst du hier anschauen.

07.11.

Nach unserem dritten Arbeitstag, der schon wesentlich leichter von statten ging, leisteten wir uns den Luxus in unerem Hostel Duschen zu gehen und stellten fest; Wir haben Zimmerservice! Unsere Betten waren gemacht, es gab frische Handtücher und selbst die Kosmetikartikel waren wieder aufgefüllt. Trotz unserer kurzen Überlegung wieder einzuziehen, zogen wir uns in den Van zurück.

Am Abend trafen wir dann noch ein Paar, welches allem Anschein nach ein Brokkoli Angebot angenommen hatte… 😉 Sie parkten ihren Van direkt vor unserem und babbelten uns bestimmt eine Stunde lang zu. Über unseren Van, dass wir unsere Körper verkaufen können bishin zu Hitler war alles dabei.

Weil wir uns danach aber dann an dieser Stelle doch nicht mehr wohl fühlten, zogen wir es vor uns in ein Wohngebiet zu stellen, um dort zu schlafen. Davor musste ich dann aber noch feststellen, dass ich alle wichtigen Dokumente von Reisepass, Visa bishin zum Internationalen Führerschein verloren hatte. Na super…

08.11.

Es regnet. Ekelhaft. Die Deutschen Mädels auf der Farm erzählten uns schon Tage vorher, dass es besser sei, bei Regen nicht zu kommen. Also schlossen wir uns dieser Erfahrung an und nahmen uns einen Tag frei.

Passte uns ganz gut in den Kram. So konnten wir nach Auckland rein fahren, um im Hostel nach meinen Dokumenten zu fragen, oder eben dann bei der Polizei eine Verlustmeldung aufzugeben. Natürlich trat letzteres ein…

Zum Glück hatte ich aber meine Dokumente zuvor eingescannt und mir per Mail geschickt, sodass wir noch schnell zum IEP Büro gehen konnten, um diese auszudrucken. Wenigstens die Kopien habe ich. Sollte die nächsten Tage/Wochen reichen. Noch möchte ich die knapp 200 NZD nicht in die Hand nehmen, um mir neue Dokumente zu beantragen. Können schließlich eigentlich nicht weg sein…

Später fuhren wir wieder zu unserem Parkplatz nähe der Farm, da dort ein angrenzender Nationalpark ist, welchen wir einmal besichtigten.

Der Abend endete dann in einem neuen Wohngebiet, wo wir promt von einem Nachbarn – Ralph – angesprochen wurden, was wir hier denn vor einem Haus stehen würden. Als wir uns dann später am Abend zu Bett gelegt hatten, kam er nochmal zu uns und bot uns an, bei seiner Nachbarin in der Auffahrt stehen zu können. Das Angebot haben wir natürlich promt angenommen! Dort angekommen wurden wir dann noch der ganzen Familie vorgestellt und uns wurde angeboten, das Bad mit nutzen zu dürfen. Geil! Genau wegen dieser Mentalität lieben wir dieses Land jetzt schon.

09.11.

Die Arbeit wird immer leichter, wir können uns schon nicht mehr beschweren. Das schöne an der Arbeit ist, dass man neben Musik hören auch seinen eigenen Gedanken nachgehen kann. Wer mir in den letzten Wochen nahe stand weiß, dass ich mich aktuell sehr für das Thema Filmmaking interessiere. So konnte ich auch den Gedanken von meinem Film nachgehen, welchen ich irgendwann mal produzieren möchte. Er behandelt ein sozialkritisches Thema und spricht fast alle Heranwachsende in unserer Generation an. Mehr möchte ich noch nicht verraten 😉

Wir konnten uns dann heute auch schon unser erstes Gehalt abholen. Da unsere Firma es irgendwie verplant hatte, das Geld am 08.11. aufs Konto zu überweisen, mussten wir uns dieses als Scheck abholen. Man merkt dass wir am Ende der Welt sind…

10.11.

Cool! Wir standen nach der Arbeit wieder bei „unseren Familien“ in der Auffahrt und waren gerade am kochen, als Ralph und seine Frau zu uns kamen, uns in den nächsten Tagen zum Abendessen einluden und noch zahlreiche Snacks und Fertiggerichte vorbei brachten. Danke!

Wenig später waren wir gerade bei einem Spaziergang um die Blocks, als „unsere“ Familie, bei der wir in der Einfahrt stehen, neben uns hielt und uns der älteste Sohn zu seinem Hockey Spiel einlud. Er spielt übrigens in der Nationalmannschaft 😉 Also verbrachten wir den Abend am Hockeyfeld. Sehr interessant! Danach ging er mit uns noch zum „The Nightmarket“. Ein Basar, der jeden Freitag Abend unter der Shoppingmall stattfindet. Dort zeigte er uns alles, grüßte gefühlt jede Person und kaufte uns noch total viel frisch zubereitetes Essen. Hier sind alle viel zu lieb – Tausend Dank!

Während wir dann auf seine Mutter warteten, prügelten sich zwei „Jugendliche“ – waren nicht älter als 14 – im Sportzentrum und lösten dabei den Feueralarm aus. Keine fünf Minuten später standen wir dann in einem Tumult von Feuerwehrleuten, Polizisten die jeden befragten, und Kiddis, die mit blutendem Finger zu uns kamen und uns fragten: „You wanna taste my blood?“ Danke. Danke nein.

11.11.

Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Wir waren nochmal bei unserem Autohändler. Kurz nachdem wir dort losgefahren sind, stellte ich fest, dass ich mein Handy nicht mehr hatte. Hatte es aber dort draußen gehabt. Also direkt zurück. War aber natürlich keiner mehr. Ich mache auch immer 20 Minuten vor Ladenschluss Feierabend…

Ich hoffe also nun, dass mein Handy dort liegt. Morgen nach unserem Feierabend, der übrigens wirklich bis zum Feierabend geht und nicht 20 Minuten vorher endet, müssen wir dann nochmal dort hinfahren. Hoffe dass mein Handy da ist. Ansonsten drehe ich völlig am Rad. Wie kann man denn nur so bescheuert sein???

Und da hatte sich gestern meine Laune eigentlich stark gebessert. Dokumente sind halt weg. Ist jetzt so. 150 – 200 NZD müssen wir halt ausgeben, dann habe ich wieder welche. Aber jetzt noch das mit dem Handy?! Ich tick aus…

Danke Till, dass du das so mit mir aushälst… :/

 

Wir hören uns!

Liebe Grüße,

Anton & Till

Anton Neubert
Anton Neubert

wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

14 Kommentare

  1. Lisa sagt:

    Hei mal ne Frage, habt ihr von der Polizei oder sonst wem nichts gesagt bekommen, weil ihr freedom Camping macht? Bin gerade selbst in Neuseeland und mir haben immer alle gesagt, dass man sich besser nicht mehr einfach irgendwo an den Straßenrand stellt, weil das hohe Geldstrafen gibt.

    • Hey Lisa,

      die Polizei fand das recht cool, haben allerdings auch einen Self-contained Van. Allerdings meinten die Polizisten, dass manche Kollegen nicht so cool drauf seien… Ist alles so eine Grauzone. Wir haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht, standen aber auch nur immer dort wo wir keinen gestört haben. Wenn die sehen, dass du die „Area“ respektierst, würde ich es einfach mal probieren 😉

      Liebe Grüße,
      Anton

  2. Ruth Nau sagt:

    Hallo Till, dein Papa hat mir die Adresse gegeben und ermöglicht es uns somit dein Abenteuer mit zu erleben. Euer Aufenthalt hat ja abenteuerlich begonnen. Anton, unbekannterweise viel Glück für die weitere Zeit :-), es wird schon gut werden. Die Bilder sehen sehr schön aus und gerade wo es hier in Deutschland regnerisch und kalt ist, beneide ich euch um diese herrliche Landschaft. Es sieht schon warm aus. Das lässt auch die Erdbeerernte vernuten.

    Liebe Grüße deine Tante

    Ruth

    • Hallo Ruth,

      danke für den lieben netten Kommentar. Da ich jetzt ungern spoilern möchte, verrate ich jetzt mal noch nichts über den Werdegang 😉
      Freut mich, dass dir die Bilder gefallen. Danke!

      Liebe Grüße,
      Anton

    • Jacqueline sagt:

      Lieber Anton, wir haben uns gefreut über deinen Blog. Wunderbare Bilder. Wir würden uns freuen wenn alles wieder in Ordnung kommt. Weiterhin schöne Zeit. Liebe Grüße Jacqueline und Hansi.
      .

  3. Marianne sagt:

    Viel Erfolg bei der Suche!
    Vielleicht ging es bei dem Tumult im Sportzentrum verloren.
    L.G. Marianne

  4. Ursula sagt:

    konzentrieren, nicht Multitasking du weißt es funktioniert nicht

  5. Sara sagt:

    Hey Anton,

    das Handy wird da schon liegen. Mach dir keinen Kopf, du bist im schönsten Land der Welt! 😉
    Du wirst sehen – morgen hast du es schon wieder!

    LG Sara

  6. Till sagt:

    Was ein Eumel 😂😘

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