Handy gemäht || Neuseeland #060
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15. November 2018

20.10.

Heul. Rotz. Wasser. Tränen: Wir haben kein Auto mehr. Wir sind heute nach Auckland reingefahren, um Moritz dort unser/sein Fahrzeug zu übergeben. Zuvor noch entspannt bei Burger & Pommes ein bisschen plaudern, bevor wir ihm dann jede Schraube im Auto zeigen.
Mit einem zufriedenen aber traurigen Gesicht drehe ich mich von unserem alten Auto weg, laufe über den Parkplatz und steige auf der Rücksitzbank eines SUV’s ein. Chris hat uns abgeholt. So sieht es hier hinten also aus… Lange nicht mehr hinten gesessen 🙂

Abends gibt es dann noch ein großes Lagerfeuer. Das ganze gesammelte Holz muss weg… Und nach dem ein – oder anderen – Bier/Wein/Bowle geht es dann mit den Töchtern unseren Alters und einem Lautsprecher in den Busch des Nachbarn: Possum Geräusche abspielen. Urplötzlich gehen alle Lichter in seinem Haus aus! Wir sehen ihn mit seinem Gewehr auf die Terasse treten. Beschließen dann, dass wir lieber nicht im Busch neben den Possum Geräuschen sterben wollen…

21.10.

Ein freier Tag. Nach dem gestrigen Tag haben wir uns den auch verdient!

22.10.

Tag der Arbeit. Einer der wenigen Feiertage in Neuseeland. Somit geht es mit den beiden Töchtern, Mama, Papa und den Hunden an den Strand. Ein bisschen spazieren gehen und mit den Hunden baden 🙂

Anschließend springe ich wieder auf meinen kleinen John Deere Aufsitzrasenmäher und mähe mit Jule zusammen den “Garten”. Der mehr an ein großes Feld erinnert…

23.10.

Jule topft ein paar Pflanzen um und ich schwinge mich auf den Traktor um die Grasstreifen neben dem 2km langen “Driveway” zu mähen. Wir beide arbeiten keine zwei Stunden bevor wir wieder entspannen und ein Kartenspiel spielen. HALT! Ich korrigiere mich! Ich bin nicht entspannt, habe ich doch ein Spiel nach dem anderen verloren…
Spiel doch alleine Jule… 😉

24.10.

Wir wurden beim gestrigen Abendessen gefragt, ob wir heute nicht alle drei Holzhaufen auf einem Feld anzünden wollen. Das Holz müsse weg und das Wetter wäre gut.
Natürlich haben wir sofort eingewilligt. Alleine im Nationalpark mit Feuer und Treibstoff spielen? Wer kann dazu schon nein sagen…?

Logan ruft uns an. Logan ist der Farmer von Jules & meiner Lieblingsfarm, auf der wir knapp zwei Monate verbracht haben. Er braucht für ein paar Wochen unsere Hilfe. 25$ die Stunde, Traktorarbeit und melken. Dazu dann natürlich noch den Bonus mit den beiden ende 20 Jährigen eine coole Zeit zu haben und abends jagen zu gehen.

Wir wollen eine Nacht drüber schlafen, wissen aber schon, dass wir sein Angebot leider nicht annehmen können. Der Aufwand ausreisen zu müssen, um wieder zurück kommen zu können würde sich für die paar Tage nicht lohnen. Schade. Werden ihm das morgen beibringen müssen… :/

25.10.

Auch heute ist wieder ein relativ entspannter Tag. Ich nagel den Zaun vom Gemüsebeet für grobe 20 Minuten wieder fest und verschwinde zurück im Bett. Jule kutschiert eine der Töchter (ca. 28) in der Gegend rum, weil sie vor einigen Tagen ihr drittes Auto in diesem Jahr gecrashed hat.

Später telefonieren wir noch mit Logan. Sagen ihm, dass wir leider nicht kommen können. Wir aber liebend gerne ab dem 20. für drei Monate zurück fliegen würden. Da brauch er uns nur leider nicht mehr. Aber: Wir kommen eines Tages nochmal für drei Monate zurück! Nehmen uns eine Pause vom studieren. Oder machen jetzt vielmehr eine Pause von Neuseeland. So lässt sich das gut sehen – meine Trauer etwas schrumpfen…

Anton Neubert
Anton Neubert
wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

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