Working-Holiday Visum beantragen
15. November 2017
Arbeiten auf der Erdbeerfarm || Neuseeland
18. November 2017

Es wird langsam… || Neuseeland #005

Liebes Tagebuch,

Nachdem es Anton geschafft hat, sein Handy, Reisepass, Internationalen Führerschein sowie sein Visum zu verlieren, lebe ich in der stetigen Sorge, dass er mich auch irgendwann mal an einer Tankstelle stehen lässt und ihm das ganze erst 2 Tage später auffällt…
Aber gut; Was ist denn in den letzten Tagen überhaupt so alles passiert.

12.11.

Auch dieser Sonntag begann für uns wie die vorherigen sieben Tage dieser Woche. Mit dem penetranten Klingeln unseres Handy Weckers. Pardon. Meines Handy Weckers. Gewisse andere Mitreisende sind aktuell nicht in Besitz eines Mobiltelefons.
In der guten Manier eines Morgenmuffels geht es dann also um kurz nach sechs (okay in der Praxis ist es meistens kurz vor sieben) unter dem Highway durch, zum Erdbeerfeld. Dort verdiene ich mir durch harte, ehrliche Arbeit mein Geld, während Anton sich nicht zu schade ist, seinen Charme einzusetzen und mit der Supervisorin zu flirten.

Nach sieben Stunden Feldarbeit für mich; Und sieben Stunden Smalltalk, Zugezwinker und über schlechte Witze lachen für Anton, haben wir uns auf den Weg zu unserem hiesigen Autohändler gemacht um uns zu erkundigen, ob dieser Antons verlorenes Handy gefunden hat.

Dies war leider nicht der Fall, weshalb unser Tollpatsch vom Dienst sich kurzerhand dazu entschied, den eigenst verschuldeten Verlust seines Mobilfunkgeräts in einen Diebstahl des Handys zu ändern. „Das klingt einfach cooler“ Und ebenso teilte er all seinen Freunden mit, sei ihm sein Handy abhanden gekommen.

Nach diesem Schock gönnten wir uns erstmal eine warme Dusche im öffentlichen und vorallem kostenlosen (!) Schwimmbad.
So frisch und voller Energie wurden wir in „unserer“ Auffahrt dann noch mit einem frischen Kuchen von der Nachbarin überrascht. Extra für mich sogar vegan <3

13.11.

Neuer Tag, die selbe Leier. Für das ehrlich arbeitende Volk bleibt die Feldarbeit ein Knochenjob.
Nach der Arbeit statteten wir erneut der Polizei einen Besuch ab, um den skrupellosen Diebstahl von Antons Handy der Polizei zu melden.
Die unfassbar lange Zeit ohne dauerhaften Internet Zugang und ohne die Möglichkeit jeden auf der Welt an seinem Mittagessen teilhaben zu lassen, hatte für Anton nach grausamen ZWEI Tagen endlich ein Ende. Ein 130$ Handy aus Wallmart sollte fürs erste Abhilfe schaffen. (Keine 5 Minuten waren vergangen und es hagelte Beschwerden über die „unfassbar verkackte“ Kamera des neuen Telefons)
Wir rundeten den Tag in unserem Fast Food Restaurant des Vertrauens ab, um das dortige freie WLAN, zur Einrichtung des frisch erworbenen Handys zu nutzen.

14.11.

Da wir bei unserem letzten Besuch im Schwimmbad lediglich von den Duschen Gebrauch gemacht hatten, entschieden wir uns an diesem Tag nach der Arbeit noch ein paar Bahnen zu schwimmen.
Zwar mussten wir später feststellen, dass unser Gehalt nicht auf unser Konto überwiesen wurde, dafür kam aber unsere IRD Number endlich an. Diese brachten wir prompt im Office vorbei und erfuhren bei der Gelegenheit auch, dass uns unser Gehalt am nächsten Tag per Check ausgezahlt werden wird.
Und als würden „unsere Nachbarn“ sich Tag für Tag in ihrer Gastfreundlichkeit toppen wollen, wurden wir am Abend noch für diesen Freitag zu HotDogs und Burger eingeladen. Für mich gibts natürlich wieder eine Extra(Tofu)wurst 😉

15.11.

So einfach kann Kommunikation sein. Nachdem wir standardgemäß um sechs Uhr durch den Wecker erwachten, reichte ein „Kein Bock?“ und ein „Kein Bock!“ als Antwort, um festzulegen, dass wir heute nach sieben Tagen Arbeit mal Pause machen würden.
Ausgeschlafen machten wir uns gegen acht Uhr auf den Weg in die Stadt um uns unseren Check auszahlen zu lassen. Die Frage ob wir für die ausgezahlten Geldscheine (es waren maximal 10) eine Tüte bräuchten, überraschte uns dann doch ein wenig.

16.11.

Ein kurzer Arbeitstag. Wie für uns gemacht, um nach einem Tag Pause langsam wieder reinzukommen. Und so entschieden wir uns spontan dazu, den Tag zu nutzen und einen Ausflug zu machen. Zum Whatipu Beach. Ein Reisebericht zu diesem Ausflugsziel folgt die Tage. Wenn Anton bis dahin nicht seinen Laptop verliert.

Till Schott
Till Schott

wurde 1999 in Bad Homburg geboren. Als leidenschaftlicher Outdoor & Adrenalin Junkie sucht er immer den nächsten Nervenkitzel. Diesen hält er dann gerne auf Video fest und dreht damit spektakuläre Filme.

4 Kommentare

  1. Marianne sagt:

    Da hoffe ich doch sehr, dass Till nicht verloren geht.
    Schöner Reisebericht
    Viele Grüße
    Marianne

  2. Kira sagt:

    Also Till hat echt ein wunderbares Schreibtalent 🙂 ich musste an dieser Stelle nun einfach mal mein Lob loswerden! Ich freue mich schon auf die folgenden Beiträge!
    Viel Glück und liebe Grüße von der iberischen Halbinsel 😊

  3. Marianne sagt:

    Mein Gott , so viel Kuchen kann man doch selbst nicht nach einem arbeitsreichen Tag verzehren Trotzdem hoffe , et hat euch geschmeckt.

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