Mit dem Traktor auf dem Highway || Neuseeland #043
15. Juli 2018
Die Kälbchen sind da || Neuseeland #045
26. Juli 2018

16.07.

Haben heute nur ein paar Kühe von A nach B getrieben. Danach dann noch ein/ zwei Zäune repariert, bevor wir den restlichen Tag chillten und ich feststellen durfte, dass mein Steuerrückerstattungsantrag angenommen wurde. Ich habe jetzt soviel Geld zurück bekommen, für das ich sonst eine Woche hätte arbeiten müssen. Genial!

17.07.

Kühe haben in der Regel zwei Chips im Ohr. Den Einen bekommt die Kuh direkt bei der Geburt. Ähnlich einem Personalausweis für Menschen. Der zweite, größere Chip, ist eine Zuordnung für den Landwirt, die jedes Jahr neu vergeben wird.
Genau diesen Chip haben wir heute knapp 250 Kühen ins Ohr geschossen. Zack – schon haben sie eine neue Kennung.

Im letzten Blog hatte Jule Geburtstag. Und ich habe ihr einen Kuchen versprochen. Wie und ob das was geworden ist:

18.07.

Die nächsten Tage wird es viel Traktorarbeit geben. Jeden Tag müssen 30 Tonnen Kalk auf die über 200 Hektar Land gestreut werden. Logan erklärt uns, dass er dies tut um den Boden zu neutralisieren, damit das Gras besser wächst und mehr Nährstoffe enthält. Wer früher in Chemie gut aufgepasst hat: Säuren und Basen und so 😛

Die 30 Tonnen reichen ca. für 12 Hektar. Es lässt sich also ausrechnen, wie lange ich im Traktor sitzen werde…

Wir haben ein neues Quad bekommen. Agressiv blau, mit Heizung am Lenker, Zigarettenanzünder und und und: Eine Kampfmaschine!

19.07.

Der LKW lädt die nächsten 30 Tonnen Kalk ab. Mitten im Rondell der Farm. Ich habe jetzt bis Sonnenuntergang Zeit, genau diesen Haufen Kalk auf die Felder zu sprühen. Morgen kommt schließlich schon die nächste Ladung. Was ein Stress.

Ich holper auf meinem Traktorsitz hoch- und runter. Muss alle 30 Minuten zurück zum Hof fahren, um neuen Kalk zu laden. Das ist teilweise ein bisschen nervig. Anhänger abkuppeln, Stütze ausfahren, Schläuche abziehen und wieder in den Traktor einsteigen. Die Frontladerschaufel darf allerdings nur zur Hälfte geladen werden, weil Kalk so schwer ist und ich hinten kein Gewicht dran habe.
Ist der Anhänger voll fahre ich wieder davor, kuppel ihn an, kurbel die Stütze hoch, lege sie beiseite und stecke die Schläuche wieder an.

Bis ich die 30 Tonnen verteilt habe, vergehen mindestens vier Stunden. Verständlich also, dass da eine gewisse Monotonie reinkommt. Naja. Was soll ich sagen – die wollte ich halt unterbrechen. Und hab dabei den Traktor halb versenkt.

Logan & Charli waren beide nicht da, weil sie das Wochenende über jagen sind. Deswegen sind wir zu Greg gefahren, unserem Nachbarn, und haben ihn gebeten, dass er mich mit seinem Traktor rauszieht. Hat geklappt und war ein tolles Spektakel 😀

20.07.

Jule und ich müssen ein paar Sachen in der Stadt erledigen. Zum einen sind wir beide abhängig von Buenos und unsere Vorräte gehen langsam zuneige, zum anderen möchte Jule eine genauso grandiose Steuerrückerstattung bekommen wie ich und muss sich deshalb das hierfür benötigte Formular freischalten lassen. Da Empfang in Inchbonnie rar ist, geht das in Greymouth einfach besser.

12.30 Uhr, zurück auf der Farm. Die neue Ladung Kalk ist angekommen. Auf der Stelle setze ich mich also in mein lieblings Gefährt und fange an das Zeug auf die Felder zu sprühen. Nach ein paar Stunden bekomme ich allerdings Hunger! Gut das es einen Sandwichmaker im Haus gibt…und natürlich Jule die für mich mal eben Köchin und Liferservice spielt – Hach das Leben kann so einfach sein 😀

 

Anton Neubert
Anton Neubert
wurde 1998 in der Main Metropole Frankfurt geboren. Er liebt es zu reisen und zu fotografieren. Seit Anfang 2017 bloggt er über seine Neuseeland Reise und über verlassene Orte, welche ihn besonders in seinen Bann ziehen.

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